Lilli und ihre Sklaven
Foto: Peter Kücking
Frei nach "Lilli und ihr Sklave" und "der Apparat der Liebe" von Hans Fallada
mit Songs von Amy Winhouse
"Ja, ich bin ein Biest, manche würden sagen ein Miststück."
Lilli ist eine schillernde Persönlichkeit aus gutem Hause, nicht mehr jung, noch nicht alt, clever, witzig, manipulativ, herzlos. Oder? Die Geschichte, die sie uns erzählt, beginnt in ihrer Kindheit und entwickelt im Laufe der Jahre eine krasse Dynamik, die mehrere Männer mindestens um den Verstand bringt. Was stimmt mit ihr nicht? Was hat sie erlebt beim Tanzschulen-Abschlussball? Woran ist sie schuld, was hat sie provoziert, sie, die Verwöhnte, die ja schon als Mädchen immer mehr wollte als ihr zustand?
Frei nach zwei erst vor kurzem entdeckten Novellen von Hans Fallada zeichnet Christiane Hagedorn das Bild einer Frau, die sich härter gibt als sie ist, getrieben von einer Mischung aus Rachsucht und tiefsitzender Scham.
Und sie singt Songs von Amy Winehouse, die ahnen lassen, dass diese so kaltblütig anmutende "Femme fatal" noch eine andere, verborgene Seite hat…
Martin Scholz und Dieter Kuhlmann begleiten Christiane/Lilli auf Augenhöhe - nicht nur musikalisch virtuos, sondern auch als Spielpartner in mehreren kleinen Rollen - durch einen gleichermaßen unterhaltsamen wie subtil verstörenden theatralisch-musikalischen Abend, spannend, berührend, humorvoll, abgründig, sinnlich und erstaunlich zeitlos…
Christiane Hagedorn (Schauspiel/Gesang)
Martin Scholz (Piano/Sprache)
Dieter Kuhlmann (Bass/Sprache)