Sieben Brücken

  • 14. Oktober 2020 Theater im Pumpenhaus, Münster
  • 19. November 2020 Forum Gestaltung, Magdeburg
  • 22. November 2020 Alte Brennerei Ennigerloh

In Kooperation mit:

Theater im Pumpenhaus Münster, Kulturelle Begegnungsstätte Kloster Bentlage und Forum Gestaltung (Magdeburg)

Gefördert durch das Kulturamt Münster, die LWL Kulturabteilung und die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzialversicherung

                                                                                                                                                                                               Grafische Gestaltung: Gabriele Brusche

Ein Live Musik Theater Abend zum 30- jährigen Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung,  basierend auf authentischen Erlebnissen und Zeitzeugen- Interviews

 

ÜBER SIEBEN BRÜCKEN MUSST DU GEH'N- ein Lied aus Ostdeutschland, das in seiner Coverversion auch in Westdeutschland zu einem Riesenerfolg wurde. Ein Lied, geliebt, gehasst, belächelt, aber nicht totzukriegen, ein Lied, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zweier Freundinnen zieht und das Versprechen gibt, dass am Ende alles gut wird, wenn man nur lange genug durchhält... oder?

 

CONJAK Frontfrau Christiane Hagedorn arbeitet - in einem kleinen aber feinen Livemusik Theater Abend mit Witz und Tiefgang ihre persönlichen Erinnerungen an ihr Leben in der DDR, den Mauerfall und die Jahre danach im wiedervereinten Deutschland auf.

 

Mit an Bord - neben den fabelhaften Musikern Martin Scholz (Piano/ Kornett/ Percussion), Dieter Kuhlmann (Bass/ Posaune/ Saxophon) und Gregor Hengesbach (Gitarre) - auch die fulminante Münsteraner Schauspielerin Carolin Wirth, deren Erinnerungen an ihr Leben in der damaligen BRD in die Geschichte einfließen.

 

Herz des Abends ist eine Auswahl ost- und westdeutscher Songs der 80er/90er Jahre (von Karat, Gundermann, Silly, City, Karussell, Ideal, Nena, Joachim Witt, Rio Reiser, Nina Hagen u.a.), die - raffiniert bearbeitet in kleiner Besetzung und originellen Arrangements zwischen Acoustic Pop, Gypsy- Swing und Polka - das damalige Lebensgefühl und die Träume der Menschen hüben wie drüben transportieren und mit emotionaler Wucht die Geschichte vorantreiben, die den Rahmen des Abends bildet:

 

Caro, Leistungsturnerin, muss nach ihrer Ausreise als Kind mit der Familie von Berlin ins Münsterland neben der neuen Freiheit und daraus resultierenden Entfaltungsmöglichkeiten auch die Kälte der Marktwirtschaft erleben und die ungenügend erfolgte Auseinandersetzung mit der braunen Vergangenheit im westdeutschen Teil ihrer Familie.

Die unangepasste Tine, zurückgeblieben im Ostberliner Randbezirk, muss sich derweil vom Traum einer Gesangskarriere verabschieden und nach dem Fall der Mauer als Lebenskünstlerin zu behaupten in einem neuen Berlin, in dem vieles von dem, was sie gelernt hat, nicht mehr gilt. Im Zuge der Wiedervereinigung müssen Tine und Caro erkennen, dass sie inzwischen mehr trennt als der 'Eiserne Vorhang'...

 

Ein Abend über das Verschwinden eines Staates, Brüche in Biographien, Verrat, aber auch über unverwüstliche Träume, Zivilcourage und das Recht auf Glück. Ein Abend, erzählt von den beiden Protagonistinnen aus ost- und westdeutscher Perspektive, der mit komödiantischer Leichtigkeit, Herz und Schnauze und vor allem mit der Kraft der Musik die Hoffnung beschwört, Brücken über die vielzitierten Gräben in den Köpfen bauen zu können...

 

 

Christiane Hagedorn: Konzept, Text, Gesang, Schauspiel (Tine) // Carolin Wirth: Gesang, Schauspiel (Caro) // Martin Scholz: Piano, Kornett, Percussion // Dieter Kuhlmann: Bass, Posaune, Saxophon // Gregor Hengesbach: Gitarre // Carola von Seckendorff: Regie

Grafische Gestaltung: Gabriele Brusche

 

"...Hier stehen Menschen im Mittelpunkt, ihre Sehnsüchte und Entwürfe und letztlich auch die Frage, wie sehr sich das eigene Leben planen lässt. All dies bringen Hagedorn und Wirth in kurzen, aber prägnanten Szenen auf die Bühne. Man erlebt sie lachend und streitend, euphorisch und am Boden zerstört. Gerade noch wollen sie sich in die Arme fallen, im nächsten Augenblick fauchen sie sich an. Was immer sie auch spielen, sie spielen es unverschämt gut. Das und die Tatsache, dass man sich endlich mal für die DDR interessieren sollte, macht die Aufführung sehenswert" (Westfälische Nachrichten)